Paulus Almanus war ein deutscher Laienbruder und Uhrmacher. Er reiste im Rahmen des Heiliges Jahres 1475 nach Rom und war dort im Umkreis des päpstlichen Hofes von Papst Sixtus IV. als Uhrmacher für Kardinäle und Bischöfe tätig. Ein von ihm erhaltenes Manuskript, das sich heute in der Augsburger Staatsbibliothek befindet enthält die Beschreibung und Abbildungen von 30 Uhren aus dieser Zeit. In den Zeichnungen, die zu den frühesten erhaltenen Konstruktionszeichnungen von Uhren zählen, finden sich für die damalige Zeit sehr ungewöhnliche Neuerungen, wie die von in Minuten unterteilte Zifferblätter oder eine erste Darstellung der sogenannten Spindelhemmung.